Rüstung: Die SIPRI-Daten für 2011

In der Nacht von Sonntag auf Montag kamen die neuen Daten des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI heraus. SIPRI ist eine der vertrauenswürdigsten Quellen für Rüstungsausgaben. Die grundlegenderen Erkenntnisse hat SIPRI selbst in einer Aussendung zusammengefasst: Der weltweite Anstieg an Rüstungsimporten um 24 Prozent im Vergleichszeitraum liegt in der großen Nachfrage von asiatischen Ländern (China, Indien, Pakistan, Südkorea, Singapur) begründet.

SIPRI zeigt auch auf, dass der Arabische Frühling keine großen Auswirkungen auf den weltweiten Wafenhandel gebracht hat. Was in diesem Kontext aber schon spannend ist: Vergleicht man den Zeitraum 2002-2006 mit jenem von 2007-2011, sind die Rüstungsimporte Syriens um 580 Prozent (!) gestiegen. (Der Großteil der Importe stammt übrigens aus Russland.)

Für derStandard.at habe ich mir Indien, den weltgrößten Importeur von Rüstungsgütern, näher angeschaut. Was haben die Inder gekauft? Bei Wem? Und warum? Diese Fragen habe ich versucht, in diesem kurzen Stück zu beantworten. Und weil ich noch ein bisschen Zeit in der Redaktion hatte, habe ich auch noch was zu den neuen SIPRI-Daten Deutschlands geschrieben. Viel Spaß damit!

Russland: Wie Putin mit seinen Kritikern umgeht

In eineinhalb Wochen wählt Russland einen neuen Präsidenten, und nachdem sich Ex-Präsident Putin dazu entschieden hat, noch einmal zu kandidieren, scheint der Ausgang auch schon klar zu sein. Trotzdem scheint der innere Zirkel um Putin nervös zu werden. Nicht anders lässt es sich sonst erklären, dass nach einer friedlichen Demonstration 20 Protestierende inhaftiert worden sind. (Zwar fand die Demonstration vor der Wahlkommission statt und sie war auch nicht genehmigt, aber trotzdem ist das keine Rechtfertigung.)

Für derStandard.at habe ich ein kurzes Stück über die derzeitigen Proteste gegen (und für!) Wladimir Putin zusammengefasst. Nachlesen kann man das hier.

Arabischer Frühling: Expertin zum Verhältnis von Russland und Syrien

Die ganze Welt versucht, Syriens Diktator Bashar al-Assad zum Rücktritt zu bewegen. Die mächtigen Politiker dieser Welt – von Obama bis Merkel, von Sarkozy bis zur Arabischen Liga – fordern, dass sich Assad zurückzieht. Die ganze Welt? Nein. Eine letzte Bastion steht zu Assad: Russland. Die Führung belässt es aber nicht dabei, im UN-Sicherheitsrat Resolutionen zu blockieren – Russland beliefert Syrien auch mit neuen Kampfjets (36 Stück, wie es heißt) und Munition.

Margarete Klein von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik hat vor wenigen Tagen ein interessantes Paper zum Thema “Russland und der arabische Frühling veröffentlicht”, deshalb habe ich mir von ihr erklären lassen, warum Russland so handelt wie es eben handelt. Klein kommt zum Schluss: ”Russland wäre durch einen Fall des Regimes stark geschwächt.” Nachlesen kann man das Interview auf derStandard.at.

Wjatscheslaw Danilenko: Der Russe, der dem Iran beim Atomprogramm half

Für helles Aufsehen sorgte in der vergangenen Woche der Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über das iranische Atomprogramm (und der Drohungen Israels, militärisch zu intervenieren). Wie das Untersuchungsteam der IAEA festhält, soll der Iran zumindest bis 2010 an Nuklearwaffen gearbeitet haben. Unterstützung hatte der Iran von einem “foreign expert”, der jedoch nicht namentlich genannt wird. Continue reading