Mein jüngster Artikel beschäftigt sich mit der NATO und wie sie versucht, die Libyen-Intervention, die vor knapp 13 Monaten gestartet wurde, zu verarbeiten. In einem Text für die US-Außenpolitik-Bibel “Foreign Affairs” haben James Stavridis (Oberkommandeur des NATO-Kommandos für Europa) und Ivo H. Daalder (US-Botschafter bei der NATO) versucht, die Intervention zu analysen. Wenig überraschend preisen sie den Einsatz als “Modellintervention”. Ein großer Teil des Lobes fällt ebenso wenig überraschend auf die USA ab, denn ohne deren militärische Durchschlagskraft wäre die Operation in dieser Dichte an Einsätzen nicht machbar gewesen. Die Autoren schließen mit der Warnung vor einem zweigeteilten Bündnis: Auf der einen Seite jene Länder (wie die USA), die militärisch Ziele erreichen, auf der anderen jene Länder, die sich auf Peacebuilding-Missionen beschränken. Diese “Bürde” der Militäreinsätze dürfe nicht auf einzelnen Ländern lasten, meinen die Autoren und fordern Europa zu mehr Einsatz (Geld, Militär) auf.
Nachlesen kann man den Text wie üblich auf derStandard.at.