Für den Fachhochschulkurs “New Media Trends” (eine Art Schnellsiedekurs in Entrepreneurial Journalism) mit Bill Mitchell vom Poynter Institute haben Andreas Berger und ich einen österreichischen Rüstungswatchblog konzeptioniert (see http://waffenwatch.wordpress.com/). Die Idee dahinter: Es gibt kein Medium, welches diese Themen (die österreichischen Rüstungsunternehmen, Exporte, Strategien etc.) ausreichend covert. Insofern besteht eine Nische – die WaffenWatch füllen könnte. Als Vorbild könnte etwa der Dangerroom-Blog des Wired-Magazines dienen.
Andi und ich haben das Projekt so konzeptioniert, dass er auf zwei Beinen steht: 1) Berichterstattung über aktuelle Themen sowie Hintergrundgeschichten. 2) Mithife von Crowdsourcing soll quasi ein sich selbst wartendes Archiv erstellt werden.
Als Crowdsourcing-Elemente haben wir ein RüstungsWiki, eine WaffenWeltkarte und eine RüstungsTimeline vorgesehen. Die Elemente können ohne Probleme eingebettet bzw. implementiert werden, wenn WordPress auf einem eigenen Server installiert ist:
- Das Wiki lässt sich als einfaches Plugin einfügen;
- Coole interaktive Timelines, wo mehrere Menschen daran arbeiten können, lassen sich mit Dipity basteln;
- Die Weltkarte wird ein GoogleMap (oder gibt es ein anderes Kartentool, welches besser dafür geeignet ist?).
Ein Teil des Projekts ist auch die nachhaltige Entwicklung, also die Finanzierung. Nun ja – im ersten Schritt fallen praktisch keine Kosten an, ein Blog ist das günstigste Medium überhaupt. Im weiteren Verlauf könnte Werbung geschalten werden (was fürs Erste, wie die Erfahrung zeigt, aber nur einen geringen Teil der Kosten decken wird). Es wäre auch denkbar, dass um Spenden gebeten wird – aber auch hier wird nicht genügend zusammenkommen, um eine kleine Redaktion (denn natürlich ist das Ziel, dass eine kleine Redaktion aufgebaut wird, damit Reporter das Thema abdecken können und original reporting betreiben) zu finanzieren. Deshalb scheint es als klug, sich erst einen Namen zu machen und im weiteren Verlauf an ein Medienhaus anzudocken – so wie Dangerroom ein Teil von Wired ist.
Nun, ob das Projekt verwirklicht wird? Man wird sehen. Die Nische besteht aber, da bin ich sicher.
Über Feedback und Ideen würde ich mich freuen.