Was Leute interessiert: Vornamen

Jetzt wissen wir, was Menschen wirklich interessiert: Nicht die Rüstungsgeschichten, die ich sonst schreibe, nein. Es sind Vornamen. Klar. Hat ja jeder einen. 750 Postings, viele Likes, viele Klicks: Meine Visualisierung der 2011 in Wien vergebenen Vornamen kam bei den Userinnen und Usern ziemlich gut an.

Dabei war es eigentlich nur eine Spielerei, quasi ein Nebenprodukt, das in fünf, sechs Stunden erledigt war. (Das sieht man ein bisschen an der Visualisierung, da hätte ich noch ein bisschen Zeit in das Feintuning investieren sollen.) Anschauen kann man die Geschichte wie immer auf derStandard.at.

Zu den Griechen und deren Militärausgaben

Die Griechen, die am finanziellen Tropf Europas hängen. Die Griechen, die Milliarden ins eigene Militär investieren. Diese beiden Mythen habe ich mir für eine “datengetriebene” Geschichte für derStandard.at angesehen. Die nackten Zahlen, aufgehübscht, hoffentlich, mit ein paar Grafiken, aus den unterschiedlichsten Rüstungsdatenbanken habe ich in “Griechenland, die Krise und das Militär” verpackt.

US-Pläne für Drohnen mit Atomantrieb

Die Sandia National Laboratories haben gemeinsam mit Northrop Grumman (das sind die mit den Global Hawk-Drohnen) geforscht, um die Leistungsfähigkeit von Drohnen zu verbessern. Es geht vor allem um die Zeit, die die Flieger in der Luft bleiben können und um eine bessere Stromversorgung, so dass leistungsfähigere Waffen- und Überwachungssysteme betrieben werden können. Herausgekommen sind (zumindest auf dem Papier, gebaut wurde kein einziges Stück) nuklearbetriebene Drohnen, deren Leistungsfähigkeit sich angeblich um ein Vielfaches verbessert zeigt.

Was gut klingt, ruft aber auch große Bedenken hervor – was passiert, wenn so ein Ding abstürzt? Dann fliegen die radioaktiven Teile in der Gegend herum. Diese Bedenken hat aber auch die amerikanische Politik. Derzeit mangele es am “politischen Willen”, trauern die Forscher.

Ich hab dazu ein kleines Stück geschrieben, das man wie üblich auf derStandard.at lesen kann.

Rüstung: Die SIPRI-Daten für 2011

In der Nacht von Sonntag auf Montag kamen die neuen Daten des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI heraus. SIPRI ist eine der vertrauenswürdigsten Quellen für Rüstungsausgaben. Die grundlegenderen Erkenntnisse hat SIPRI selbst in einer Aussendung zusammengefasst: Der weltweite Anstieg an Rüstungsimporten um 24 Prozent im Vergleichszeitraum liegt in der großen Nachfrage von asiatischen Ländern (China, Indien, Pakistan, Südkorea, Singapur) begründet.

SIPRI zeigt auch auf, dass der Arabische Frühling keine großen Auswirkungen auf den weltweiten Wafenhandel gebracht hat. Was in diesem Kontext aber schon spannend ist: Vergleicht man den Zeitraum 2002-2006 mit jenem von 2007-2011, sind die Rüstungsimporte Syriens um 580 Prozent (!) gestiegen. (Der Großteil der Importe stammt übrigens aus Russland.)

Für derStandard.at habe ich mir Indien, den weltgrößten Importeur von Rüstungsgütern, näher angeschaut. Was haben die Inder gekauft? Bei Wem? Und warum? Diese Fragen habe ich versucht, in diesem kurzen Stück zu beantworten. Und weil ich noch ein bisschen Zeit in der Redaktion hatte, habe ich auch noch was zu den neuen SIPRI-Daten Deutschlands geschrieben. Viel Spaß damit!

Russland: Wie Putin mit seinen Kritikern umgeht

In eineinhalb Wochen wählt Russland einen neuen Präsidenten, und nachdem sich Ex-Präsident Putin dazu entschieden hat, noch einmal zu kandidieren, scheint der Ausgang auch schon klar zu sein. Trotzdem scheint der innere Zirkel um Putin nervös zu werden. Nicht anders lässt es sich sonst erklären, dass nach einer friedlichen Demonstration 20 Protestierende inhaftiert worden sind. (Zwar fand die Demonstration vor der Wahlkommission statt und sie war auch nicht genehmigt, aber trotzdem ist das keine Rechtfertigung.)

Für derStandard.at habe ich ein kurzes Stück über die derzeitigen Proteste gegen (und für!) Wladimir Putin zusammengefasst. Nachlesen kann man das hier.

Der Arabische Frühling und die Militärausgaben

Der neue Globale Militarisierungsindex des Bonner Institut for Conversion (BICC) ist draußen – so viel Neues lässt sich daraus nicht herauslesen. Die Zahlen sind von 2010 (die neuen kommen erst, das dauert immer ein bisschen – sie basieren unter anderem auf den Zahlen von SIPRI); trotzdem kann man einen Trend zu einer höheren Militarisierung in den Konfliktzonen dieser Welt – allen voran natürlich im Nahen Osten – herauslesen.

Für mich sind zwei Dinge in diesem Kontext wichtig: Das Aufrüsten Saudi-Arabiens (erstmals unter anderem mit Hilfe Deutschlands, aber natürlich vor allem der USA) und das erhöhte israelische Militärbudget. Das ist eine ziemlich große Geschichte: Premier Bibi Netanyahu hat eigentlich angekündigt, er spart 600 Millionen US-Dollar beim Militär ein und investiert es in soziale Leistungen des Staates. Naja, gekommen ist es dann genau andersrum: Der Militäretat wird um 600 Millionen US-Dollar erhöht.

Was noch in meiner Geschichte (die man auf derStandard.at lesen kann) drin steht: Ein paar Gedanken zur großangelegten und verschobenen Militärübung “Austere Challenge 12″, ein paar Gedanken zur derzeitigen Sicherheitslage Israels und die Liste mit den Werten aller 148 Länder, die von BICC gewertet wurden.

Schattenkrieg in Pakistan: Drohnen, die USA und das Völkerrecht

Meine neueste Geschichte lag mir persönlich sehr am Herzen: Wie ist die rechtliche Situation mit diesen Drohnenanschlägen der USA in Pakistan? Ich habe lange recherchiert, bin aber auf keine kompakte, schlüssige Erklärung gestoßen – bis auf das Paper von Felix Boor von der Ruhr-Uni in Bochum in einem Fachjournal (wenn jemand einen aneren Link zur entsprechenden Thematik parat hat, bitte unten posten – ich wäre dafür dankbar). Continue reading

Die Drohne, das unbemannte Wesen

Drohnen sind ziemlich böse, darauf können wir uns wohl einigen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass alle großen Staaten mittlerweile Drohnen verwenden. Neben den altbekannten Herstellern in den USA wie Northrop Grumman oder General Atomics blüht das Business auch in Israel, aber auch in China oder im Iran. Und weil es jetzt gerade dieser Iran irgendwie geschafft hat, eine Sentinel-Drohne (siehe Bild unten) vom Himmel zu holen, hab ich versucht einzufangen, wie und wo und von wem und warum und überhaupt verwendet werden. Lesen kann man das hier.

CC-PD-Mark

Israelis über möglichen Angriff auf iranische Atomanlagen gespalten

Für meine heutige Geschichte für derStandard.at habe ich versucht, kritische Stimmen zum möglichen Angriff der Israelischen Armee auf iranische Atomanlagen zusammenzufassen. Das Ergebnis: Es gibt mehr kritische Stimmen als gedacht. Um die Geschichte besser einordnen zu können, habe ich den Wiener Nahostexperten John Bunzl vom OIIP nach seiner Meinung zum Thema befragt. Continue reading

Wie der Nato-Luftschlag auf Gaddafis Konvoi ablief

Erst war der Gaddafi-Tod noch ein kleines Mysterium – im Laufe des nächsten Tages gab die NATO jedoch (wie üblich) ein Media Update heraus, wo aus Sicht der alliierten Kräfte die Situation beschrieben war. Ein Konvoi von rund 75 Fahrzeugen, welcher sich von Sirte wegbewegte, wurde mit zwei Militärschlägen angegriffen.

Wie der Angriff detaillierter von statten ging, kann man aus dem Wording herauslesen. Zuerst ist von einem “NATO aircraft” die Rede, beim zweiten Luftschlag jedoch nicht. Dort wird die ausführende Kraft als “air asset” bezeichnet – eine Drohne, wie man annehmen darf.

Nachlesen kann man meine Geschichte wie üblich auf derStandard.at: “Drohnen und Kampfjets: Wie der Nato-Luftschlag auf Gaddafis Konvoi ablief